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Gross Muttenhorn (3099m) / Samstag, 16. Juli 2011

Schwendimann Markus 30.11.2013

Gross Muttenhorn (3099m)  / Samstag, 16. Juli 2011 

 

Teilnehmer: Martin Wäger, René Dietrich, Raphael Meister, Walti Kämpfer, Lukas Wetter (TL)

 

Wie so oft wenn ich eine Tour für den SAC anbiete, war die Wetterprognose schlecht. Also fiel das Balmhorn ganz sicher ins Wasser.

Als Variante habe ich mir das Gross Muttenhorn am Samstag ausgesucht.

Der Wetterbericht wurde gegen das Wochenende hin eher besser, also stand dieser Tour nichts mehr im Wege.

 

Die Anreise über die A2 kostete mich noch etwas Nerven (Stichwort: Ferienverkehr, Gotthard, 13km Stau, improvisiertes Dossiersystem…) aber mit nur wenig Verspätung auf meinen Zeitplan landeten wir doch noch auf dem Furkapass.

 

Gemütlich ging’s fast horizontal bis zur Moräne des Muttgletschers. Neben dem Muttbach stiegen wir mässig steil über die Moräne hoch, bis wir den Gletscher erreichten.

Und obwohl dieser Gletscher harmlos aussah, trafen wir doch Spalten an, in denen man hätte verschwinden können. Dementsprechend rüsteten wir uns aus.

 

Nur wenig später konnten wir unsere Steigeisen im Geröll auf ca. 2940m deponieren. Auch verschwanden unsere Seile wieder im Rucksack.

Nun stiegen wir in interessanter Blockkletterei über den W-Grat dem Gross Muttenhorn entgegen. Einmal wichen wir in die Südseite aus, um einen grösseren Block zu umgehen. Auch beim Gipfelaufschwung hielten wir uns nicht ans Weglein im Geröll, sondern blieben genau auf der Gratkante, was uns zusätzlich ein paar Kletterzüge einbrachte. Diese machten den Aufstieg interessant und abwechslungsreich.

 

Nach gut zweieinhalb Stunden standen wir auf dem Gipfel. Leider waren die hohen Walliser in Wolken gehüllt, doch die Berner gewährten uns einen Einblick auf ihre schönen Fels- und Schneegipfel.

 

Nach dem Mittagsrast stiegen wir wieder über die gleiche Route ab. Nur bei der Stelle, bei der wir beim Aufstieg nach Süden ausgewichen waren, wichen wir nun nach Norden aus. Auch diese Variante bescherte uns tolles Klettervergnügen.

 

Der Abstieg über den Muttgletscher verlief problemlos und schon wenig später waren wir wieder beim Auto.

 

Nach dem obligaten Z’Vieri-Halt in Zumdorf ging’s zügig zurück nach Hause.

 

Das Gross Muttenhorn ist ein einfacher, aber toller Gipfel. Ich bin sicher nicht das letzte Mal dort oben gewesen!

 

Lukas Wetter