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Klettern und Wandern am Altmann vom 27./ 28.9.2014

Reiner Linde 06.11.2014

Endlich mal ein sonniges Wochenende in Sicht. Pünktlich um 7 h fanden sich 4
Kameradinnen und 4 Kameraden am traditionellen Treffpunkt in Birsfelden um
in die Ostschweiz zu fahren. DieAutoreise via Zürich, Winterthur nach Wildhaus
verlief trotz starkem Verkehr problemlos. Im Restaurant Sonne stärkten wir uns
mit frischen Gipfeli und Kaffee bevor wir mit der kleinen Bahn auf die Alp
Gamplüt fuhren. Bereits hier begeisterte uns das eindrückliche Panorama mit
Schafberg, Moor und Churfirsten auf der gegenüberliegenden Talseite, das
doch einigen von uns neu war. Um 10.30 h machten wir uns gemächlich auf
den Weg via Alp Tesel und Ober Grueb in ca. 3 h auf den Mutschen. Mit 2121 m
ist er der Hausberg von Gams und bietet eine grossartige Rundsicht. Hier sind
wir nun im Gipfelbuch namentlich mit der schlichten Bemerkung des
Wanderleiters ,,Prächtiger Tag,, verewigt. Nach ausgiebiger Rast setzten wir
unsere Wanderung via Mutschensattel und den langgezogenen Chreialpfirst bis
zur Zwinglihütte fort. Auch auf dieser Wegstrecke konnten wir die markanten
Gipfel und Wände der Hundstein-Freiheit- und Säntis-Kette bewundern, die wir
von früheren Klettereien noch in guter Erinnerung haben. Gegen 16 h
erreichten wir die von Bruno und Barbara Jäger zuvorkommend geführte Hütte
und genossen die sonnige Terrasse bei kühlen Getränken. Am Wandfuss des
Altmanns konnten wir eine Steinbockgruppe beobachten und ganz in
Hüttennähe zeigte sich stolz ein Murmeli von beachtlicher Grösse. Der schöne
Sonnenuntergang liess den Altmann nochmals in seiner ganzen Pracht
erscheinen. Nach dem einfachen aber guten Nachtessen mit überbackenen
Hörnli und Apfelmuss ging es bald in das mit 8 Schlafplätzen recht bequeme
Massenlager. Erstaunlicherweise hatten wir diesmal kein Schnarchkonzert oder
hörten wenigstens nichts davon. Die steile Holztreppe, die uns den Abstieg zu
den Toiletten ermöglichte war für alle kein Problem. Hier auf den beiden WCs
könnte man laut Aussage von Bruno Jäger, während der Sitzung sogar Gämsen
in der Morgendämmerung beobachten, wenn einen nicht der strenge
Grubenduft schnell vertreiben würde. Fazit: Das WC-Problem muss anders
gelöst werden. Doch der herrliche Sternenhimmel lenkte vom Geruch ab.

Am Sonntagmorgen starteten René als Seilführer mit Karin und Ueli zum
Ostgrat einer Genusskletterei im 3-4 Grad mit anschliessendem Abstieg zum
Rotsteinpass. Wir übrigen 5 wanderten zum Altmann –Sattel um hier unsere Kletterer zu
empfangen. Da schon Rufkontakt zu ihnen bestand konnten wir beruhigt den
steilen mit Drahtseilen bestens abgesicherten Abstieg durch die Fliswand zum
Rotsteinpass beginnen. Wir wollten uns alle im gleichnamigen Gasthaus
treffen. Heinz liess es sich nicht nehmen unsere Kletterer auf dem Gipfel zu
fotografieren. Wir hatten verabredet uns alle um ca. 12 h auf dem
Rotsteinpass einzufinden und von dort nach genügender Rast zur Alp Gamplütt
zurückzukehren. Kurz, es klappte alles hervorragend. Während das Bier auf
dem genau in diesem Moment sonnigen Holztisch temperiert wurde trafen
unsere 3 Kameraden mit Karin exakt um 11.50 h ein. Alle 8 waren zufrieden
und auch der sonnige fast 3 stündige Rückweg nach Widhaus zur Alp Gamplüt
konnte die Freude nicht schmälern. René und Ueli fuhren mit Trottinetts zu Tal.
Es gelang ihnen aber wegen Bremsproblemen nicht die Bahn zu überholen
Unsere Autos standen noch unverändert an der Talstation. Den gemütlichen
Abschluss mit Kaffee und Glace machten wir im Hotel Schönenboden bei
Familie Sutter-Weder. Die anschliessende Rückfahrt verlief recht flott, lediglich
in der Region Walensee mussten wir uns einige Minuten gedulden. Am frühen
Abend waren wir wieder zu Hause.


Dank an alle für die schöne Tour.

Reiner


Mit von der Partie waren:


Karin Amsler, Monika Vögelin, Gabriele Ortlieb ,Gaby Götti, René Dietrich, Ueli
Marti, Heinz Steiner


Für die Zahlen-Interessierten die Wegstrecken und Höhenmeter :


1. Tag 8.58 km 939 Hm auf max. 2122 m
2. Tag 9.32 km 633 Hm 2422 m
Total 17.9 km 1574 Hm